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Obwohl ich mich ein bisschen fühlte wie ein Süchtiger, als ich mich hinsetzte, um zu schreiben - die Worte ergossen aus meiner Feder mit erschreckender Leichtigkeit - ich arbeite NICHT gerade an einem Prequel. Tatsächlich habe ich dies deutlich an die Unterseite der Karte selbst geschrieben. Ich dachte nur, dass dies der beste Weg wäre, um Geld für zwei äußerst lohnende Wohltätigkeitsorganisationen zu machen.
J. K. Rowling[src]

Das Harry Potter-Prequel ist eine 800-Worte-Geschichte, geschrieben von J. K. Rowling, und wurde online veröffentlicht am 11. Juni 2008. Datiert drei Jahre vor der Geburt von Harry Potter erzählt die Geschichte ein Abenteuer von Sirius Black und James Potter.

Handlung

Die Polizisten PC Anderson und Sergeant Fisher jagen ein Motorrad, das die Geschwindigkeitsbegrenzung verletzt, in eine Sackgasse. Sie stellen die beiden Jugendlichen auf dem Motorrad, die sich selbst als Sirius Black und James Potter vorstellen. Als die Polizisten versuchen, sie zu verhaften wegen Raserei und Fahrens ohne Helm, fliegen drei Männer auf Besen durch die Straße auf sie zu. James und Sirius benutzen ihre Zauberstäbe, um das Polizeiauto anzuheben und damit eine Barriere zu errichten und die Besenflieger rasen dagegen. Dann verlassen Sirius und James die erschrockenen Polizisten in der Straße.

Nach Rowlings explizit vorsichtigen Worten sieht es so aus, dass die Neugier der Leser, was Sirius und James vorhatten und wer ihre Gegner waren, wohl unbeantwortet bleiben wird.

Harry Potter Prequel

Der komplette Text auf englisch

Deutsche Übersetzung

Das rasende Motorrad nahm die scharfe Kurve in der Dunkelheit so schnell, dass beide Polizisten in dem verfolgenden Wagen nur noch "whoa!" schreien konnten. Sergeant Fisher rammte seinen großen Fuß in die Bremse, dachte, der Junge, der in diesem Sattel saß, könne nur unter seine Räder geschleudert werden; wie auch immer, das Motorrad schaffte die Drehung, ohne einen seiner Passagiere aus dem Sitz zu hauen, und mit einem Zwinkern der roten Rücklichter verschwand es in der engen Seitenstraße. "Jetzt haben wir sie!" rief Constable Anderson aufgeregt. "Das ist 'ne Sackgasse!" Hart ins Lenkrad gelegt und das Getriebe überstrapazierend, schabte Fisher den halben Lack von der Seite des Wagens, als er ihn in wilder Verfolgung in die Gasse zwängte. Da im Scheinwerferlicht saß ihre Beute, endlich unbeweglich nach einer gut viertelstündigen Jagd. Die zwei Fahrer waren gefangen zwischen einer sich auftürmenden Ziegelmauer und dem Polizeiwagen, der nun auf sie zukroch wie ein grollendes Raubtier mit glitzernd leuchtenden Augen. Es war so wenig Platz zwischen den Wänden der Gasse und den Türen des Autos, Fisher und Anderson hatten Schwierigkeiten, sich aus dem Fahrzeug zu bugsieren. Ihre Würde wurde verletzt, wie sie sich Zoll für Zoll, wie Krebse, auf die Übeltäter zu bewegen mussten. Fisher schleppte seinen großzügigen Bauch an der Mauer entlang, Knöpfe rissen von seinem Hemd ab während er ging, und schließlich knickte er den Seitenspiegel mit seinem Hintern ab. "Runter von dem Motorrad!" brüllte er zu den feixenden Jugendlichen herüber, die lässig zurückgelehnt im blauen Blinklicht saßen, als würden sie das hier genießen. Sie taten, was man ihnen sagte. Sich endlich von dem kaputten Seitenspiegel losreißend, stierte Fisher sie an. Sie schienen in etwa 17, 18, 19 Jahre alt zu sein. Derjenige, der gefahren hatte, trug langes, schwarzes Haar, sein unverschämt gutes Aussehen erinnerte Fisher fatal und unangenehm an den gitarrespielenden, faulenzenden Freund seiner Tochter. Der zweite Junge hatte ebenfalls schwarzes Haar, obwohl seines kurz geschnitten war und in alle Richtungen abstand; er trug eine Brille und ein breites Grinsen. Beide waren gekleidet in T-Shirts, geschmückt mit einem großen, goldenen Vogel, mit Sicherheit das Symbol einer ohrenbetäubenden, unmelodischen Rockband. "Keine Helme!" schrie Fisher, von einem ungeschützten Kopf zum anderen deutend. "Das Tempolimit überschritten mit ... mit viel zu viel!" Tatsächlich war die registrierte Geschwindigkeit wesentlich größer gewesen, als Fisher jemals bereit war zu akzeptieren, dass ein Motorrad sie erreichen könnte. "Widerstand gegen die Staatsgewalt!" "Wir hätten gern angehalten für ein Schwätzchen," sagte der Junge mit der Brille, "es ist nur so, wir ..." "Werd' nicht frech – ihr Zwei habt einen Riesenhaufen Ärger!" knurrte Anderson. "Namen!" "Namen?" wiederholte der langhaarige Fahrer. "Öh, lasst mal sehen, da wären Willsewohl, Waschihnmal, Elfendepp ..." "Und was besonders nett an dem ist, man kann ihn für einen Kerl oder für ein Mädchen benutzen," sagte der bebrillte Junge. "Oh, unsere Namen meinen Sie?" fragte der Erste, als Anderson spotzte vor Zorn. "Das hätten Sie gleich sagen sollen. Das hier ist James Potter, und ich bin Sirius Black." "Die Dinge werden gleich ganz schön schwarz für dich aussehen, du dreister kleiner ..." Aber weder James noch Sirius hörten überhaupt noch zu. Sie waren mit einem Mal so alarmiert wie Wachhunde, starrten an Anderson und Fisher vorbei, über das Dach des Polizeiautos hinweg, auf den dunklen Eingang zu dieser Gasse. Dann, in einer einzigen, synchronen Bewegung, griffen sie an ihre Gesäßtaschen. Für den kurzen Moment eines Herzschlags stellten sich beide Polizisten glänzende, auf sie gerichtete Revolver vor, doch nur eine Sekunde später sahen sie, dass die beiden Motorradfahrer nichts weiter gezogen hatten als - "Trommelschlägel?" spottete Anderson. "Ein echtes Paar von Clowns seid ihr, was? Gut, wir nehmen euch fest unter ..." Aber Anderson kam nie dazu, die Anklagepunkte zu nennen. James und Sirius hatten etwas Unverständliches gerufen, und die Strahlen der Schweinwerfer hatten sich bewegt. Die Polizisten drehten sich hastig herum, taumelten rückwärts. Drei Männer flogen – wirklich, sie flogen – die Gasse herauf auf Besen, und im selben Moment stemmte sich der Wagen auf seine Hinterreifen. Fishers Knie gaben nach, er setzte sich hart auf den Hintern, Anderson stolperte über Fishers Beine und fiel auf ihn drauf, als bumm – krach – peng – die Männer auf ihren Besen in den aufgebockten Wagen rasten und zu Boden rauschten, offenbar bewusstlos, während Splitter von Besenstielen um sie herum landeten. Das Motorrad war dröhnend wieder zum Leben erwacht. Mit offenen Mund brachte Fisher die Kraft auf, zurück zu blicken auf die beiden Teenager. "Vielen Dank!" rief Sirius über das Knattern der Maschine hinweg. "Wir schulden euch was!" "Ja, war nett euch kennenzulernen!" sagte James. "Und nicht vergessen: Elfendepp! Ist nicht geschlechtsspezifisch!" Es gab einen erschütternden Knall, und Anderson und Fisher warfen ihre Arme in Panik um einander; ihr Wagen war soeben wieder auf den Boden zurück gekracht. Nun war es an dem Motorrad, sich aufzubäumen. Vor den ungläubigen Augen der Polizisten erhob es sich in die Luft, James und Sirius rauschten davon in den Nachthimmel, ihr Rücklicht glitzernd hinter ihnen wie ein verschwindender Rubin.

Copyright J.K. Rowling. All rights reserved

Ankündigung

J.K. Rowling kündigte am 28. Mai 2008 an, dass sie ein Prequel schreiben würde für die englische PEN, eine Schriftstellervereinigung und die Dyslexie-Gesellschaft. Die Geschichte, handgeschrieben auf einer Karte, würde dann zusammen mit ähnlichen Karten von anderen Autoren auf einer Auktion am 11. Juni 2008 versteigert werden, der Erlös geht an wohltätige Zwecke. Ein Buch von Faksimiles wurde im August 2008 veröffentlicht, dass es Fans ermöglicht, die Geschichte zu besitzen und zu lese. Seit 2009 ist die Geschichte online nicht mehr offiziell verfügbar.

Die Geschichte war eins von drei Harry-Potter-Projekten von Rowling nach der Veröffentlichung des letzten Buchs zusammen mit Die Märchen von Beedle dem Barden und einem noch zu veröffentlichenden Enzyklopädie der Potterwelt-Projekt.

Auftritte

Charaktere

Objekte

Standorte

  • Unbenannte Stadt (möglicherweise London)

Anmerkungen und Quellen

  • Sirius und James scheinen in ihren späten Teenagerjahren zu sein, nach Auffassung der Polizisten. Die Geschichte selbst ist undatiert mit keiner direkten Verbindung zu bekannten Ereignissen, es wurde aber gesagt, dass sie drei Jahre vor der Geburt von Harry Potter stattgefunden haben soll, somit müsste sie 1977 stattgefunden haben.
  • Beide tragen "T-Shirts mit einem großen goldenen Vogel-Emblem". Dies könnte eine Referenz sein für den Orden des Phönix oder es könnte der Goldene Schnatz sein.
  • Als die Polizisten nach ihren Namen fragten, nannte Sirius ihnen drei scheinbar zufällige Namen: Wilberforce (deutsch: Willsewohl), Bathsheba (deutsch: Waschihnmal) und Elvendork (deutsch:Elfendepp). Der mittlere Name könnte eine Referenz sein für Hogwarts-Professorin Bathsheba Babbling.
  • Darüber hinaus könnten die drei genannten Namen diejenigen ihrer Verfolger sein, da Sirius gedacht haben könnte, dass der Polizist nach dem Namen ihrer Verfolger fragt, korrigierte sich dann aber durch die Angabe ihrer eigenen Namen.
  • Das Motorrad der Jungen ist wahrscheinlich dasselbe, das Rubeus Hagrid später von Sirius ausleiht nach James' Tod in Harry Potter und der Stein der Weisen.
  • Der Grund, warum die drei Personen auf den Besen die beiden jagen, wurde nicht geklärt. Der Gebrauch von Magie durch die beiden Jungen, um sich selbst zu verteidigen in Gegenwart von Muggeln kann eine Verletzung der Richtlinien gewesen sein, die durch das Büro gegen den Missbrauch von Magie erlassen wurden. Allerdings, da sie siebzehn waren, haben sie nicht gegen den Erlass zur vernunftgemäßen Beschränkung der Zauberei Minderjähriger verstoßen.

Externe Links






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